| Anna Laska |
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Name: Anna Laska
- Anna, 2010 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Dich. Kannst Du uns erzählen welches Dein grösster Erfolg war? Der Sieg der Schweizer Meisterschaft 2010 war neben den Siegen an der internationalen Schweizer Herbst- sowie Süddeutschenmeisterschaft mein grösster Erfolg. Das alles wäre ohne meinen kompetenten Coach Burak Olgun, Deborah Miltner (Posinglehrerin), Kathi Fleig (Besitzerin des David Gym und eine grosse Supporterin des Bodybuilding), sowie Dagmar Simmen und Rafaele Molinari die mich für den Bühnenschritt endgültig ermutigt haben, niemals möglich gewesen. Ich möchte die Gelegenheit hier nochmals nutzen um Ihnen für alles zu danken.
- War 2010 Dein erstes Wettkampfjahr oder hast Du vorher schon Wettkämpfe bestritten? In dieser Sportart waren dies meine ersten Wettkämpfe. 1997 war ich polnische Meisterin in Karate. Schon damals interessierte ich mich für den Kraftsport und entschloss mich im Bodybuilding ebenfalls Spuren zu hinterlassen. - Wie geht's weiter? Welche Pläne verfolgst Du? Die IFBB plant in Zukunft die Einführung der "Women-Physique-Class*". An dieser Klasse bin ich sehr interessiert. Sobald sie offiziell mit Reglement eingeführt wird will ich mich internationalen Herausforderungen stellen. 2011 bleibt ein Jahr der Wettkampfpause. *Anm. des SBFV; Die Women-Physique-Class steckt noch in der Entstehungsphase. Dem SBFV ist nicht bekannt wann und in welcher Form / Reglement diese Klasse angeboten wird. Sobald wir dazu mehr wissen werden wir über die Homepage informieren. - Wie bist Du überhaupt zum Bodybuilding gekommen? Wie waren Deine ersten Schritte in diesem Sport? Schon als Kind bewunderte ich Arnold Schwarzenegger und Corry Everson. Ausserdem gefielen mir sehr die Zeichnungen von Boris Vallejos (http://vallejo.ural.net/) mit ihrem Ausdruck archaischer Kompromisslosigkeit. Im Endeffekt hat mich einfach die Perfektion des menschlichen Körpers fasziniert. Auch die Disziplin die man braucht um diese Perfektion zu erreichen habe ich immer bewundert. Nach der intensiven, gewinnbringenden Zeit meines Karatetrainings in Polen erweiterte ich in langsamen Schritten meine Kenntnisse über Bodybuilding und die flankierenden Wissenschaften die dazu gehören. Ich war an verschiedenen Wettkämpfen, sprach mit vielen Fachleuten und konnte mir so mit der Zeit mein eigenes Bild über die Entwicklungen, Möglichkeiten und Grenzen des Bodybuildings machen. Diese intensiven Auseinandersetzungen mit diesem Sport kumulierten sich über die Zeit bis ich mich letztendlich selbst dazu entschloss auf der Bühne zu stehen. - Gibt es eine bestimmte Person, die Dich als Bodybuilderin fasziniert oder evtl. sogar inspiriert hat? Alina Popa*, sie trainiert im gleichen Gym wie ich. Sie ist eine tolle Inspiration und Motivation. *Anm. des SBFV; Alina Popa wurde 2009 IFBB Amateur-Weltmeisterin und ist seit 2010 eine erfolgreiche IFBB Profibodybuilderin. - Wo trainierst Du und wie oft in der Woche? Ich trainiere im David Gym in Zürich viermal die Woche. Die Anzahl Trainingseinheiten ändern sich aber je nach Phase. Ich absolviere dabei konsequent ein Split Programm, welches in der Regel folgendermassen aussieht: Dienstag: Schultern/ Trizeps Donnerstag: Bizeps/ Ruecken Samstag: Brust/ Bauch Sonntag: Beine An den anderen Tagen pausiere ich und gönne mir die Erholung welche mein Körper von dem harten Training braucht. - Als Bodybuilderin wird man oft mit klassischen Vorurteilen konfrontiert im Sinne von "Frauen und Muskeln, das geht ja mal gar nicht". Wie gehst Du damit um und wie reagiert Dein Umfeld auf Dich und Dein Sport? Auffallend ist, dass man hier in der Schweiz, trotz einiger international erfolgreichen Top-Athleten, dem Bodybuilding als Ganzes immer noch relativ jungfräulich gegenübersteht, was sich dann oft in einer sichtlich verunsicherten Reaktion bei der "Nicht-Bodybuilding" Bevölkerung auswirkt. In den Vereinigten Staaten ist es z.B. ganz anders. Dort steht dem Bodybuilding eine viel vitalere Verhaltenskultur gegenüber mit einer ganz anderen und fröhlicheren Stimmung, die sich dann bei der Popularität dieser Sportart bemerkbar macht. Im Endeffekt zählt nur die Tatsache, dass mich meine Eltern und Freunde unterstützen und voll hinter mir stehen. Sei es nun bei Sturm oder eitel Sonnenschein. - Was würdest Du anders machen wenn Du noch mal am Anfang deiner Bodybuilding Karriere stehen könntest? Eigentlich stehe ich noch am Anfang. Vorausschauend will Ich mich ständig weiterentwickeln und verbessern. - Hast Du neben Bodybuilding noch andere Interessen, wenn ja, welche? In der wenigen Freizeit die ausserhalb der Arbeit und dem Training noch bleibt fotografiere ich gerne. Auf meiner Webseite www.annalaska.com kann man sich ein paar Foto Galerien anzuschauen. Zu dem lese ich eine Vielfalt von Büchern und male vor allem abstrakte Bilder. - Wenn Du für 10 Wochen auf eine einsame Insel müsstest, welche Supplemente würdest Du mitnehmen und warum? Ich würde sagen die Basics: Whey Protein (nie genug von dem hahaha), Glutamin und BCAA's (für schnelle Regeneration). Der Rest sollte alles aus natürlichen Quellen kommen. - Darf man Dich kontaktieren wenn man näheres über Dein Training und Deine Ernährung wissen will? Wie kann man Dich erreichen? Ja klar. Am besten erreicht man mich über meine Webseite www.annalaska.com. - Persönliche Abschlussworte. Sport / Bodybuilding als Lebensstil: Ich bin mit Sport aufgewachsen und finde es etwas essentielles im Leben. Es soll zum Lebenstill gehören und nicht eine one-off Sache sein wie z.B. nur für einen Wettkampf. Erst dann kann man die richtigen Benefits / Vorteile daraus ziehen und das ganze drum herum, wie die Zeit für regelmässiges Training, das Essen nach Plan oder eben selbst das Essen vorzubereiten, nicht als Last empfinden sondern als etwas normales wie Atmen und Schlafen. Bodybuilding in der Schweiz: Es würde mich freuen, wenn es in der Schweiz mehr Anerkennung bekommen würde und es mehr Frauen gebe, die das Bodybuilding ernsthaft betreiben. Dosis facit venenum... Schön ist es, trotz (oder dank) Leistungssport gesund altern zu dürfen.....in diesem Sinne......Anna Wir danken Anna für die Zeit die sie sich genommen hat um unsere Fragen so ausführlich zu beantworten. Für die Zukunft wünschen wir ihr alles Gute und freuen uns sie bald wieder auf der Bühne sehen zu dürfen.
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